Die ersten Jahre

Genghis

Rod Brooks, Colin Angle und Helen Greiner, Mitarbeiter des MIT (Massachusetts Institute of Technology), gründeten iRobot 1990. Sie hatten eine ganz besondere Vision: Nach Wissenschaft und Industrie sollten die Roboter auch den Alltag der Menschen revolutionieren. Das Unternehmen, das zunächst IS Robotics hieß, widmete sich ursprünglich der Erforschung des Weltalls durch Roboter. Eine erfolgreiche Mission konnte zu neuen Technologien und neuen Unternehmungen führen. Man hoffte, immer wieder neue Inspirationen zu erhalten. Wir arbeiteten zusammen mit der NASA und anderen Organisationen an der Entwicklung eines Roboters für die Erforschung des Mondes. Die Tests verliefen erfolgreich und äußerst vielversprechend. Schon bald schien es, dass für die Roboter von IS Robotics in absehbarer Zukunft nichts mehr unmöglich sein würde. Der ursprüngliche Business Plan wurde bereits erfolgreich umgesetzt, als wir die ersten Aufträge von Regierung und Industrie erhielten. Schnell war klar, dass diese finanzierten Forschungszweige profitabler, praktischer und technisch anspruchsvoller waren. Also konzentrierten wir uns auf Innovationen, die den Menschen das Leben direkt erleichtern sollten.

Das Unternehmen wurde immer größer. Wir zogen in ein richtiges Bürogebäude um, und aus vier Mitarbeitern wurden zehn. Dann 20. Erneut verdoppelten wir die Zahl unserer Mitarbeiter. Und wieder. Wir arbeiteten an mehreren Aufträgen gleichzeitig, entwickelten neue Technologien und machten weltweit auf uns aufmerksam. Im Jahr 2000 fusionierten wir mit Real World Interface, einem Robotikunternehmen in New Hampshire, und änderten unseren Namen in iRobot. Wir kannten unsere Mission, und wir waren auf dem richtigen Weg.

Erkenntnisse

MicroRig

Das Streben nach Innovation bedeutet, bereit zu sein, Risiken einzugehen, und Dinge auszuprobieren, die nicht unmittelbar Früchte tragen. Es bedeutet, aus Erfahrungen zu lernen, selbst wenn diese Erfahrungen nicht den Erwartungen entsprechen. Auch wenn es Produkte wie MicroRig nie auf den Markt geschafft haben und My Real Baby nicht einmal zwei Jahre in den Läden verkauft wurde, haben wir aus der Entwicklung und Vermarktung dieser Produkte eine Menge gelernt. Unsere Zusammenarbeit mit Organisationen wie National Geographic ermöglichte uns die Entwicklung des richtigen Roboters für unsere Kunden und den Einsatz von Robotern auf völlig neue Art und Weise. Wir betrachten keine dieser Unternehmungen als Fehlschläge. Sie gaben uns vielmehr Gelegenheit, neue Märkte, neue Technologien und neue Geschäftsmodelle kennen zu lernen und herauszufinden, was die Kunden wirklich von einem Roboter erwarteten.

iRobot Packbot

Wenn man es sich zur Aufgabe gemacht hat, "die Welt zu verändern", hat man sich ein wirklich hohes Ziel gesteckt. Seit seinen Anfängen hat iRobot immer wieder Wege gefunden, die Welt zu verändern – Kunde für Kunde, Roboter für Roboter.

Im Rahmen einer staatlichen Förderungsinitiative der US-Regierung begannen wir 1997 mit der Entwicklung von Robotern, die nach den Anschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon am 11. September 2001 bei der Suche nach Überlebenden eingesetzt wurden. Später sorgten diese Roboter für die Sicherheit der amerikanischen Soldaten im Irak und in Afghanistan. Einer der erfolgreichsten kampferprobten Roboter der Welt ist der iRobot 510 PackBot. Er entschärft Bomben und übernimmt andere gefährliche Aufgaben für Soldaten und Ersthelfer. Aufgrund ihrer Vielseitigkeit können diese Roboter in ganz unterschiedlichen Bereichen wertvolle Dienste leisten. Zurzeit sind über 3.500 510 PackBots im Einsatz, um die Gefahr für Soldaten und Ersthelfer so gering wie möglich zu halten. Wenn wir sagen, dass wir "die Welt verändern" werden, dann meinen wir das wortwörtlich – indem wir die richtige Technologie zum richtigen Zeitpunkt verfügbar machen oder Leben retten.

iRobot Roomba


1997 war ein sehr geschäftiges Jahr für iRobot. Neben Regierungsaufträgen und Forschungsarbeit waren wir auch im Verbrauchermarkt aktiv. So entwickelten wir beispielsweise einen großen Reinigungsroboter für SC Johnson Wax, der schließlich als AutoCleaner auf den Markt kam. Außerdem entwickelten wir Spielzeug mit kostengünstigen Teilen. Als das AutoCleaner-Projekt ruhiger wurde, begannen sich zwei Ingenieure aus dem Entwicklungsteam für erschwingliche Haushaltsreinigungsroboter zu interessieren. Mit unserem Wissen aus dem Reinigungssegment und unserer Erfahrung in der kostengünstigen Fertigung bauten sie einen Roboter mit Machbarkeitsnachweis. Sie wollten zeigen, dass sich diese Forschungsergebnisse in kommerzielle, wirtschaftlich rentable Produkte umsetzen ließen. Es wurde ein Team zusammengestellt, das den ersten Bodenreinigungsheimroboter der Welt entwickelte.

Es war ein langer Weg. In den fünf Jahren vom Prototyp bis zum fertigen Produkt hat der Roboter, der schließlich als iRobot Roomba auf den Markt kam, zahlreiche Veränderungen erfahren. Nach vielen langen Nächten und noch mehr harter Arbeit wurde der iRobot Roomba, der erste erschwingliche Staubsaugerheimroboter der Welt, am 22. September 2002 der Öffentlichkeit vorgestellt und erntete sofort großen Beifall. In der Zwischenzeit haben wir mehr als 5 Millionen Reinigungsheimroboter verkauft und entwickeln den iRobot Roomba ständig weiter. Während unsere Kunden vom iRobot Roomba schwärmen, verfolgen wir weiterhin unbeirrt unser Ziel, nämlich die Welt durch großartige Produkte zu verändern.

Produktentwicklung

Man muss es bauen,
um es bauen zu können

Warum sollten wir das Rad neu erfinden? iRobot hat es sich zum Ziel gesetzt, die besten Roboter der Welt zu bauen, und zwar mit dem, was wir wissen: Wir stützen uns auf unsere Erfolge, haben aus unseren Fehlern gelernt und integrieren neue Technologien, sobald sie verfügbar werden. Unsere Roboter basieren auf Komponenten, die in verschiedenen Produkten verwendet werden können. Dieses Entwicklungsmodell bedeutet, dass wir ständig dazulernen, dass wir auf unserem Wissen aufbauen und dass wir Verbesserungen vornehmen können, ohne immer wieder ganz von vorne zu beginnen. Auf diese Weise sparen wir Zeit und Geld. Wir haben also mehr Zeit, um die Welt mit unseren Robotern zu verändern, weil wir Probleme lösen können, ohne immer wieder an den Anfang zurückgehen zu müssen.

Die Zukunft gestalten

iRobot gestaltet die Zukunft aktiv mit. Wir hören unseren Kunden genau zu, um die Produkte zu bauen, die sie brauchen. Wir entwickeln neue und innovative Plattformen. Wir verbessern unsere vorhandenen und zukünftigen Roboter mit der plattformübergreifenden Software Aware©2, um sie noch benutzerfreundlicher und anpassungsfähiger zu machen. Wir untersuchen neue Morphologien für Roboter, damit sie auch dort einsetzbar sind, wo noch nie zuvor ein Roboter gewesen ist. Wir suchen nach neuen Möglichkeiten, wie Roboter den Menschen helfen können. Wir suchen nach Wegen, um Roboter softwareorientierter zu machen, damit wir interaktive Softwareanwendungen auf mobilen Roboterplattformen unterstützen können.

Im Rahmen unseres Produktentwicklungsprozesses bemühen wir uns um die optimale Kombination von Innovationen und bewährten Lösungen. Die digitalen Funktionen unserer Produkte helfen den Menschen in der realen Welt.

Close Window

Genghis

Von Anfang an hatte iRobot Verhaltensweisen für die Roboterprogrammierung untersucht. Das bedeutet, dass der Roboter "fühlt", was sich in seiner Umgebung befindet, und entsprechend darauf reagiert. Er versucht nicht, anhand einer Unmenge von Daten komplizierte Entscheidungen zu treffen, sondern ermittelt lediglich den nächsten Schritt.

Die Verhaltensmodelle für Roboter führten zu Genghis, der bei der Erforschung anderer Planeten eingesetzt werden sollte, einer Vielzahl von Minensuchrobotern und MicroRig, der Daten in Erdölbohrlöchern sammelte. Auch wenn keiner dieser Roboter letztendlich zur Produktreife gelangte, so haben wir doch sehr viel darüber gelernt, wie Roboter mit der Welt, die sie umgibt, und uns Menschen interagieren.

Von links nach rechts: Genghis, MicroRig, Ariel

Grendel - Einsatz im Weltall

Grendel war eine frühe Vision von IS Robotics. Das spekulative Roboterdesign war sehr klein und passte in einen ACAT-Behälter. ACAT-Behälter waren als Nutzlast in der Erforschung des Weltraums vorgesehen. Nach der Landung würde der Grendel den ACAT-Behälter selbstständig verlassen und könnte die Oberfläche des Planeten mithilfe einer Telepräsenzsteuerung erkunden. Die von iRobot entwickelte Technologie wurde später von der NASA bei der Marsmission eingesetzt. Grendel war eine frühe Vision von IS Robotics. Das spekulative Roboterdesign war sehr klein und passte in einen ACAT-Behälter. ACAT-Behälter waren als Nutzlast in der Erforschung des Weltraums vorgesehen. Nach der Landung würde der Grendel den ACAT-Behälter selbstständig verlassen und könnte die Oberfläche des Planeten mithilfe einer Telepräsenzsteuerung erkunden. Die von iRobot entwickelte Technologie wurde später von der NASA bei der Marsmission eingesetzt.

Von links nach rechts:
Grendel, Atilla in Scientific American

Zahlreiche Roboter, unzählige Einsatzmöglichkeiten

Dieses Video dokumentiert unsere ersten Jahre in der Welt der Roboter: Attila im Geländeeinsatz; Genghis im Smithsonian Air and Space Museum; Grendel in einer Raumflug- und Planetenerkundungssimulation; der Minensuchroboter Ariel, der auf biologischen Modellen basiert; DARTS, der sich wie ein Fisch bewegt; der autonome Roboter-Führer Minerva; ein frühes Modell des PackBot im Testeinsatz; MicroRig, der ein aktives Bohrloch untersucht; My Real Baby in Tests mit Kindern; Wild Velociraptor, ein experimentelles Spielzeugdesign mit emotionalen Reaktionen; die kleinen Roboter SWARM, die auf Zusammenarbeit ausgelegt sind; UGCV, ein Prototyp für einen großen autonomen Roboter; und iRobot LE, eine frühe Remote-Telepräsenzplattform.

Von links nach rechts:
Hermes, Robotic Raptor, Swarm

Microrig

iRobot ist der Ansicht, das besonders eintönige, schmutzige oder gefährliche Arbeiten besser von Robotern als von Menschen erledigt werden sollten. Ende der 1990er Jahre schlossen wir uns zu einer Partnerschaft mit mehreren Ölfirmen zusammen, um einen vollständig autonomen Roboter zu entwickeln, der Daten in aktiven Landbohrlöchern sammelte. Das war unsere erste Partnerschaft in der Industrie. Damals musste der Betrieb eines Bohrlochs vorübergehend eingestellt werden, damit es untersucht werden konnte. Der Roboter, den wir entwickelten, war hingegen in der Lage, gegen das heraussprudelnde Öl in das Bohrloch vorzudringen und bei aktivem Betrieb Echtzeitdaten zu sammeln. Auch wenn dieses Projekt letztendlich aufgegeben wurde, so haben wir doch viel über den autonomen Betrieb in widrigen Umgebungen, das Lebensdauermanagement für Akkus sowie über Datenerfassung und Messungen gelernt.

Von links nach rechts:
Der MicroRig wird in ein Testbohrloch abgesenkt
Der MicroRig taucht aus einem Testbohrloch mit
simuliertem Ölstrom auf Konzeptdarstellung

My Real Baby

Unser erstes Konsumprodukt war My Real Baby. Diese Puppe, die aus der Zusammenarbeit mit der Spielzeugindustrie hervorgegangen war, konnte anhand von unsichtbaren Sensoren auf ihrem Körper erkennen, wie das Kind mit ihr spielte. Ohne Knöpfe oder Schalter wusste sie, ob sie umarmt oder gekitzelt wurde, ob sie ein Bäuerchen machen sollte oder ob sie umgezogen wurde. Dementsprechend reagierte sie mit Lachen, Weinen, Lächeln, Aufstoßen usw. Die Kinder liebten sie. Aus dieser Zusammenarbeit lernten wir, was Produktion zu niedrigen Kosten bedeutete und wie benutzerfreundliche Produkte wirklich sein mussten.

Pyramidenerkundung mit National Geographic

Wie oft haben Sie schon staunend vor dem Fernseher gesessen und fasziniert verfolgt, wie die ältesten Monumente der Menschheit mit modernster Technologie untersucht wurden? 2002 wurde iRobot gebeten, einen Roboter zu entwickeln, mit dem einer der Tunnel in der Cheopspyramide von Gizeh erforscht werden sollte. Die Herausforderungen waren enorm und machten ständige Designänderungen erforderlich. Hinzu kam der Erfolgsdruck vor laufender Kamera. Das Ergebnis war schließlich ein einzigartiger Roboter, der auf PackBot und MicroRig basierte. Die Erkundung des Tunnels wurde
weltweit live übertragen. Unser Roboter leistete einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen Erforschung
dieses Weltwunders.

Von links nach rechts:
Engineer tweaks the robot, The secret shaft,
Pyramid Rover, The robot enters the secret shaft

Erste Tests

1997 wurde iRobot zusammen mit einigen anderen Unternehmen gebeten, für das US-Verteidigungsministerium auf dem Papier einen Roboter zu entwerfen, der im Häuserkampf eingesetzt werden konnte. Von allen Unternehmen, die an der Präsentation teilnahmen, waren wir das einzige, das nicht nur ein Papier vorlegte; wir stellten einen funktionierenden Roboter mit Machbarkeitsnachweis vor. Kurze Zeit später erhielt iRobot den Auftrag, eine Reihe von Erkundungsrobotern für den Einsatz im Häuserkampf zu entwickeln. Zur gleichen Zeit trat das britische Verteidigungsministerium an uns heran, für das wir Roboter zur Bombenentschärfung entwickeln sollten. Diese beiden Aufträge mündeten schließlich im PackBot-Programm.

Von links nach rechts:
Urban robot in the lab,
iRobot 500 PackBot Explorer

11. September 2001

Am Morgen des 11. September 2001 verfolgten die Mitarbeiter von iRobot entsetzt vor den Fernsehgeräten die terroristischen Anschläge auf das World Trade Center in New York und auf das Pentagon. Millionen Menschen auf der ganzen Welt waren live Zeuge dieser furchtbaren Tragödie. Um 10.30 Uhr Ostküstenzeit rief uns der PackBot-Projektleiter der US-Regierung an und fragte uns, ob wir Roboter und Ingenieure für die Suche und Rettung in New York bereitstellen könnten. Um 16 Uhr waren Ingenieure und Roboter von iRobot auf dem Weg nach New York. Um 22 Uhr waren sie vor Ort, um die Rettungsmannschaften zu unterstützen. Das war das erste Mal, dass Roboter bei einer Katastrophe dieses Ausmaßes eingesetzt wurden. Aufgrund der verheerenden Zerstörung konnten nur wenige Überlebende geborgen werden. Aber die Roboter von iRobot sorgten für die Sicherheit der Such- und Rettungsmannschaften, indem sie in einsturzgefährdeten Gebäudebereichen nach Überlebenden suchten. Manchmal ist es einfach besser, einen Roboter die Arbeit machen zu lassen.

11. September 2001

Roboter im Einsatz

Im Frühjahr 2002 wurden unsere Roboter erstmals in Afghanistan eingesetzt, wo sie nach Verstecken der Taliban suchten und anstelle von US-Soldaten gefährliche Aufgaben ausführten. Auch heute noch sorgen unsere Roboter für die Sicherheit der Soldaten im Irak und in Afghanistan.

Die Bilder unten zeigen einen Roboter, der von seinem Bombenräumkommando den Spitznamen "Scooby Doo" erhalten hatte. Er wurde im Kriegseinsatz im Irak zerstört, als er eine Straßenbombe untersuchte. Vor seiner Zerstörung spürte Scooby Doo 23 Straßenbomben, Brandsätze in Fahrzeugen und Blindgänger auf und zerstörte sie.

Scooby Doo: IED detection and disposal

AutoCleaner

Mitte der 1990er Jahre arbeitete iRobot zusammen mit SC Johnson Wax an der Entwicklung eines großen Reinigungsroboters. Das war unser erstes bedeutendes, extern finanziertes Projekt – bis dahin unser größter Auftrag. Diese Zusammenarbeit löste die erste große Einstellungswelle in der Geschichte von iRobot aus. Innerhalb eines Jahres wuchs das Unternehmen um mehr als das Doppelte. Wir entwickelten den AutoCleaner, einen großen, von Menschen bedienten Roboter, der in einem Arbeitsgang kehren, bohnern und polieren konnte. Er war für den Einsatz in den so genannten "Megastores" bestimmt und sollte den Arbeitsaufwand für die nächtliche Reinigung verringern. Bei der Entwicklung dieses Produkts haben wir sehr viel über Reinigung gelernt. Dieses Wissen konnten wir dann später in unseren Roomba einbringen.

Von links nach rechts:
Frühe Navigationsplattform,
Früher Reinigungsprototyp,
Die "alte" Methode

Noch 9 Monate

In den fünf Jahren vom Prototyp bis zum fertigen Produkt hat der Roboter, der schließlich als iRobot Roomba auf den Markt kam, zahlreiche Veränderungen erfahren. Der ursprüngliche Reinigungsroboter sollte mit elektrostatischen Reinigungstüchern arbeiten. Er war nicht als Staubsauger konzipiert. Erst nach einigen Tests im praktischen Einsatz, kurz vor der Bereitstellung der Produktionswerkzeuge, erkannte das Team, wie wichtig eine Staubsaugfunktion war. Potenzielle Kunden gaben an, dass sie keinen Bodenreinigungsroboter kaufen würden, der nicht auch als Staubsauger einsetzbar wäre. Für diese zusätzliche Funktion musste eine völlig neue Art von Staubsaugersystem erfunden werden. Außerdem brauchte der Roboter mehr Leistung und ein neues Filtersystem. Es war eine beeindruckende technische Leistung. Umso mehr, wenn man bedenkt, dass in nur neun Monaten die Produktion beginnen sollte. Neun Monate, um den Roboter von Grund auf neu zu entwickeln.

Von links nach rechts:
DustPuppy, CAD models, The original iRobot Roomba

Medienstimmen

"Während Sonys Aibo und ähnliche Spielzeuge zeigen, dass die Verbraucher Roboter wollen, ist der Roomba wahrscheinlich der erste, den sie auch tatsächlich brauchen."
Oktober

Die Medien lieben alles Neue. Besonders lieben sie den Staubsauger von Colin Angle – Roomba. Diese flache, silberne Untertasse schwirrte im vergangenen Herbst auf die Liste der besten Produkte von Time,
Business Week, USA Today u. a.
Juli

Jedermann scheint geradezu besessen vom Roomba Robotic Floorvac zu sein. Dieser futuristisch anmutende automatische Staubsauger reinigt dank intelligenter Navigationstechnologie völlig selbstständig.
August

Erfolg von Anfang an durch kontinuierliche Weiterentwicklung

Der iRobot Roomba-Staubsaugerroboter wurde im September 2002 der Öffentlichkeit vorgestellt und erntete sofort großen Beifall. Er war so erfolgreich, dass unsere erste Produktion fast komplett verkauft wurde. Im Nachfolgemodell setzten wir Kundenvorschläge um und integrierten neue Technologien wie Schmutzerkennung und eine verbesserte Akkutechnologie. Wenn wir unseren Kunden genau zuhören und offen für Vorschläge sind, können wir unsere Roboter noch besser machen.

Roomba im Laufe der Jahre

Vom Staubsauger zum Bodenreiniger

Der iRobot Roomba-Staubsaugerroboter ist rund, damit er in einem normalen Haushalt nicht "aneckt". Für die Navigation verwendet er patentierte, lokalisierte Verhaltensweisen, die auf unserer Arbeit in den Anfangsjahren des Unternehmens basieren. Als die Nachfrage nach einem Bodenwischroboter stieg, war die Entwicklung des iRobot Scooba dank unserer Erfahrung mit dem iRobot Roomba ein Kinderspiel. Wir wussten, was für die Navigation in einer Wohnung wichtig war, damit der
Roboter nicht stecken blieb.

Von links nach rechts:
Entwicklung der Roomba 500-Reihe,
iRobot Roomba 560, iRobot Scooba,
Scooba ID-Modell mit Schaum

Zusatzraupen und Ketten

Der iRobot PackBot besitzt Zusatzraupen, die seine Beweglichkeit entscheidend verbessern. Der iRobot Warrior ist ein wesentlich größerer Kettenroboter, der dank seiner Zusatzraupen selbst mit hoher Nutzlast äußerst wendig ist. Und der iRobot SUGV (Small Unmanned Ground Vehicle) ist ein wesentlich kleinerer Kettenroboter, der ebenfalls über Zusatzraupen verfügt. Er ist besonders beweglich und wendig und lässt sich mühelos transportieren. LANdroids sind noch kleinere Roboter im Taschenformat, die als Kommunikationsrelais dienen können. Aber auch sie bewegen sich auf Ketten und Raupen – geradeso wie der PackBot. Sie erkennen die Verbindung? Warum sollten wir etwas anderes als das Ketten- und Raupensystem verwenden, wenn wir wissen, dass es für alle Größen einsetzbar ist?

Von links nach rechts:
iRobot PackBot wheel hub
iRobot SUGV
iRobot 710 Warrior carrying an iRobot PackBot

Aware 2

AWARE©2 bildet den Rahmen für die Entwicklung komplexer Robotersoftwaresysteme. Damit ist iRobot in der Lage, die Einsatzmöglichkeiten von Robotern weiter auszudehnen. Unsere Roboter werden noch bedienungsfreundlicher und lassen sich noch besser integrieren. Außerdem werden Fehlerbehebung und Support verbessert. Darüber hinaus kann dieselbe Software für viele verschiedene Roboter verwendet werden. Das bedeutet, dass ein einziger Softwareingenieur schnell und einfach eine Vielzahl von Robotern programmieren kann, ohne für jeden einzelnen eine spezielle Programmiersprache lernen zu müssen.

Bilder:
SUGV with AWARE®2 head payload

Neue Roboterformen (Jambots)

Die meisten Roboter sind aus unflexiblen Materialien wie Metall und Kunststoff hergestellt. Auch wenn diese Materialien durchaus für Roboter geeignet sind, suchen wir ständig nach Möglichkeiten, um neue Roboterfunktionen zu realisieren. So kann zum Beispiel ein Roboter mit unserem Jamming Gripper (der in Zusammenarbeit mit Cornell und der University of Chicago entwickelt wurde) einen Gegenstand mit unregelmäßiger Form vorsichtig aufnehmen. Eine Aufgabe, an der herkömmliche Greifer scheitern, weil sie den Gegenstand nicht fassen können oder ihn gar zerstören.

Wir sind immer auf der Suche nach kreativen Lösungen für Probleme in der realen Welt.

Links:
Jambot, ein Roboter, der seine Form verändert
Rechts:
Universal Gripper

Neue Interaktionssysteme

iRobot arbeitet an Technologien, mit denen Roboter einzelne Personen und einfache Sprache identifizieren können. In nicht allzu ferner Zukunft werden Sie in der Lage sein, Ihren Roboter durch Gesten oder gesprochene Befehle zu steuern.

Unser neuester Roboter AVA ist eine Testplattform, die autonom in ihrer Umgebung navigieren kann und es einem entfernten Benutzer ermöglicht, mit den Menschen in der Nähe des Roboters zu interagieren. Das ist aber nur der erste Schritt für diese Technologie.

Video:
Demonstration der Interaktion zwischen Mensch
und Roboter mithilfe von Gesten
Bilder:
AVA

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